Wie lässt sich die Kulturlandschaft im Südraum Leipzig gemeinsam weiterentwickeln? Und was bewegt eigentlich die Menschen, die hier leben, arbeiten und unterwegs sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das AnKe-Projekt („Aktivierende und nachhaltig verbindende Kulturlandschaftsentwicklung“) im Südraum Leipzig. Ein wichtiger Baustein des Projekts war die sogenannte „Spurensuche“. Dabei ging es darum, gemeinsam mit den Menschen vor Ort herauszufinden, welche Besonderheiten, Potenziale, Ideen und bereits bestehenden Initiativen es in den Gemeinden gibt. Im Frühjahr wurden dafür verschiedene Touren zu Fuß und mit dem Fahrrad angeboten. Auch beim Tag der Landschaft gab es Gelegenheit, mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie lokalen Akteurinnen und Akteuren ins Gespräch zu kommen. Dabei entstanden viele interessante Kontakte, erste Kooperationen und konkrete Ideen für die weitere Entwicklung der Kulturlandschaft. Gleichzeitig wurde im Projekt deutlich: Um ein möglichst umfassendes Bild zu bekommen, braucht es neben diesen persönlichen Gesprächen auch ein breiteres Meinungsbild. Welche Themen sind den Menschen im Leipziger Neuseenland wichtig? Wie wird die Landschaft wahrgenommen? Wo liegen Chancen für die zukünftige Entwicklung – und wo gibt es vielleicht auch Konflikte oder Handlungsbedarf? Aus diesem Bedarf heraus entstand schließlich die Idee für eine Bachelorarbeit mit einem Online-Fragebogen. Im Rahmen des projektbezogenen Austauschs von GIS-Daten hatte sich eine Zusammenarbeit mit Frau Prof. Schmidt vom Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden entwickelt. Daraus entstand die Möglichkeit, die Fragestellungen des AnKe-Projekts mit einer wissenschaftlichen Arbeit zu verbinden und über eine Online-Befragung ein breiteres Meinungsbild einzuholen.
Die Bachelorarbeit wurde von Josephine Branczeisz erarbeitet und trägt den Titel „Leipziger Neuseenland“. Neben einer Einordnung des AnKe-Projekt in die übergeordnete Regionalplanung und einer geobasierten Analyse des Projektraums bildet vor allem die Auswertung des Online-Fragebogens einen Schwerpunkt der Arbeit. Insgesamt haben sich fast 200 Menschen an der Befragung beteiligt und damit ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Ideen zur Entwicklung des Südraums Leipzig eingebracht. Die Ergebnisse zeigen, welche Themen und Entwicklungsmöglichkeiten aus Sicht der Befragten besonders relevant sind. Ergänzt wird die Auswertung durch ein abschließendes Kapitel mit möglichen Entwicklungsschwerpunkten und Handlungsempfehlungen im Projektgebiet. Die Ergebnisse sind nicht nur für die Hochschule interessant: Teile der Auswertungen – insbesondere die Ergebnisse der Befragung – fließen in komprimierter Form auch in das räumliche Entwicklungskonzept des AnKe-Projekts ein, das Ende des Jahres veröffentlicht wird. Damit ist aus einer konkreten Fragestellung innerhalb des AnKe-Projekts eine wissenschaftliche Arbeit entstanden, die die Perspektiven vieler Menschen aus der Region zusammenbringt und einen weiteren Baustein für die zukünftige Entwicklung des Südraums Leipzig liefert. Wer sich genauer für die Ergebnisse der Bachelorarbeit, einzelne Auswertungen oder die zugrunde liegende Befragung interessiert, kann sich gerne an uns wenden. Je nach Interesse können auch einzelne Ergebnisse, Anhänge oder weitere Informationen zur Arbeit zur Verfügung gestellt werden.


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