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Kompost der guten Hoffnung

Interaktive Ausstellung und metaphysischer Kompost-Transfer mit Dorit Löffler, Kurt Mondaugen, Reinhard Krehl, Michael Berninger, Clara Rueprich, Udo Grashoff

Seit einem Jahr existiert die von der Künstlerin Dorit Löffler, dem Spoken-Word-Poeten und Philosophen Rainer Totzke aka Kurt Mondaugen und dem Naturschutzaktivisten Michael Berninger initiierte einzigartige Forschungsstation „Vom Verschwinden – Zur Poesie und Philosophie der Insekten“: www.vomverschwinden.de. Auf der Station wird erprobt, ob und wie man dem weltweiten Artensterben mit ästhetischen Mitteln entgegenwirken kann. Seit Projektbeginn hat eine Vielzahl von Aktivitäten stattgefunden und es hat sich ein großes Netzwerk gebildet – Zeit für eine erste Bestandsaufnahme und Präsentation: Die Ausstellung im Salon Similde zeigte bildnerische und andere Forschungsarbeiten von „Vom Verschwinden“. Zugleich wurde der Forschungsraum nun erstmals durch die soziale Plastik „Kompost der guten Hoffnung“ erweitert. „Wir wollen einen kommunikativen Möglichkeitsraum dafür schaffen, dass Menschen aus Leipzig und dem Leipziger Land, die sich sonst nicht begegnen, ihr Naturverhältnis in einer Versuchsanordnung betrachten und diskutieren können. Dazu haben wir in einer Kleingartenanlage in einem Dorf hinter Wurzen Kleingärtner nach Kompost und ihrer Praxis des Kompostierens gefragt,“ erläutert Dorit Löffler. „Dieser Kompost wurde zusammen mit jeweils von den Kompostspendern ausgefüllten Fragebögen am 7. Mai 2026 nach Leipzig gebracht und im Connewitzer Salon Similde ausgestellt.“ Hier wiederum konnten sich Leipziger Stadtmenschen kleine Proben von dem jeweiligen Land-Kompost ihrer Wahl mit nach Hause nehmen und in ihrem Garten oder in ihren Balkonpflanzkübel ausbringen – und zwar zusammen mit der bekannten Leipziger Mischung des Künstler Reinhard Krehl, einer Samenmischung für insektenfreundlicher Wildblumen. Reinhard Krehl ist Mitforschender bei „Vom Verschwinden“ und war an dem Ausstellungsabend ebenfalls mit dabei. Als Support beteiligt an dem Abend waren außerdem: die Künstlerin Clara Rueprich und der Dichter und Historiker Udo Grashoff.

Die Finissage der Ausstellung war am 10.Mai mit einer Verwandlungsaktion und dazu gab für alle Anwesenden die Möglichkeit, sich mit einem eigenen zeichnerischen Beitrag an dem Projekt „Der Welt tausend neue Insekten hinzufügen“ zu beteiligen.

Danke den Salon Similde, dem Transformatorenwerk Leipzig, den beteiligten Künstlern, den Kompostspendern aus dem Wurzner Land und vor allem an Dorit, Michael und Rainer für die gelungene Stadt-Land Beziehung im schönen Connewitz.